top of page

Von Duschanbe in den Pamir

Nachdem wir den "Tunnel der Unabhängigkeit", bei Kennern auch gerne "Tunnel des Todes", passiert haben, befinden wir uns bereits im Hisor Gebirge.


Der Varzob schlängelt sich aus den Bergen in die Tiefebene um Duschanbe. So mancher Hauptstädter hat sich entlang des Flusses eine Villa mit Pool gezimmert. In den Seitentälern leben die Menschen jedoch wie vor Jahrhunderten.


Wer die Hauptroute kurz verlässt und sich einige Kurven in die Hisor Berge hinauf schraubt, entdeckt man den tadschikischen Kurort Khoja Obigarm.


Das radonhaltige Wasser hat bewirkt, dass hier einige Sanatorien entstanden. Im funktionalen Ambiente des Brutalismus der Sovietzeit, kann man sich bei Schlammpackungen und Massagen entspannen oder im Kurpark flanieren.


In einem weiteren Seitental befindet sich ein Prestigeprojekt der regierende Familie, dass bisher einzige tadschikische Ski Resort Safed Dara.


Schon in der Ebene um Duschanbe gelegen, war die Festung von Hisor einst die Sommerrresidenz der Emire von Bukhara. Kaum vorstellbar, dass sich die Emire bei milden vierzig Grad wohlfühlen konnten. Heute ist sie für viele Hauptstädter ein leicht zu erreichendes Tagesziel. Uns macht nicht nur die Hitze, sondern auch der aus Afghanistan stammende Sand in der Luft ziemlich zu schaffen. Der mobile Hufschmied hofft trotzdem auf Kundschaft für einen kleinen Ausritt.


Neben der Festung laden die historischen Koranschulen zum Besuch.


Eine der Medresen wurde in ein Museum umgewandelt in dem man die bewegte Geschichte, des für Tadschikistan wichtigen Ortes, nachvollziehen kann.


In einem Tal des Hisor Gebirges begeben wir uns auch auf Spurensuche längst vergessener Zeiten im Jurassic Park, offiziel Shirkent Nationalpark.


Auch wenn Duschanbe, durch die Hisor Kultur, wohl schon zur Steinzeit eine gewisse Siedlungstätigkeit erlebte, so richtig aufstrebend und urban ging es hier erst vor hundert Jahren zu. Dafür erlebt man heute in der Hauptstadt stalinistische Boulevards und den Sovietcharme vergangener Zeiten, gepaart mit Regierungsgebäuden und repräsentativen Neubauprojekten der aktuelleren Mode.


Natürlich dürfen auch diverse Parks und Monumente in einer repräsentativem Hauptstadt nicht fehlen. Vom Schriftsteller bis zum Emir, jeder hat seinen Platz.


Noch einmal Vorräte aufstocken im Mehrgon Bozor, bevor wir weiter fahren werden.


Endlich geht es auf eine der Alb- Traumstraßen dieser Erde: Auf den Pamir Highway.

103 Ansichten0 Kommentare

Im Ferghana Tal

Comments


bottom of page