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Fujairah, Ras Al Chaiman und Umm Al Quwain

Zugegbenermaßen hatten wir von diesen Emiraten zuvor auch noch nie etwas gehört.

Aber wenn man sich schon mal im Land befindet, sollte man doch mitnehmen was geht. So führt uns unsere Tour durchs Hinterland der UAE, auch in die vom Tourismus weniger frequentierten Gegenden. Als Belohnung zeigt sich dafür eine ursprünglichere und normalere arabische Welt, welche etwas verschonter scheint von Tourismusmassen und Ölmilliarden. Dank der noch nicht begonnenen Saison, zeigen sich uns auch die paradisischen Strände noch jungfräulich unberührt. So hat sich das Schwitzen in der Hitze vielleicht doch gelohnt.


Das zum größten Teil zu Oman gehörende Hajar Gebirge, zeigt seine Ausläufer auch in den UAE. Immer wieder passieren wir hier Exklaven von Oman oder dessen Grenze. Die berühmte Halbinsel von Musandam ist dementsprechend auch in der Nähe gelegen. Das Emirat Fujairah ist wohl das landschaftlich ansprechendeste der sieben Emirate.


Die älteste Moschee der UAE befindet sich an der Ostküste. Der kleine Ort Bidiya beherbergt das, von jemenitischen Siedlern erbaute, Bethaus. Geschützt von einer Festung, steht sie hier seit knapp vierhundert Jahren und bietet dem Oasenort einen Platz zur friedlichen Andacht.


Dass sich die UAE nicht immer vereinigt gezeigt haben, bezeugen die vielen Forts, welche im Land aufzuspüren sind. Kriegerische Beduinenstämme und rivalisierende Clans, machten es notwendig, dass sich das Land gegen sich selbst schützen musste.


Die Oase von Bathna liegt verkehrsgünstig gelegen in der Nähe Fujairahs. Demenstprechend musste sie seit altersher vor Angreifern geschützt werden. Wir verbrachten hier die Nacht und eroberten das Fort ausgeschlafen und voller Tatendrang am nächsten Morgen.


Ein wichtiger Kreuzungspunkt auf dem Weg nach Umm Al Quwain, bildet der Marktflecken Masafi. Der Freitagsmarkt versorgt das gebirgige Umland mit dem Nötigsten. Wenn man an einem anderen Tag den Ort passiert, wirkt er wie ausgestorben. Er bildet einen Exklave des Emirates Ras Al Chaima im Hinterland der UAE.


Neben der Falkenzucht ist auch das Halten von Rennkamelen ein beliebter Zeitvertreib der Reichen und Schönen. Ein Dromedar kann hier schon mal Unsummen verschlingen, dass obwohl die Tiere sehr genügsam sind. In Al Labsa liegen einige der Farmen, in denen die edlen Tiere trainiert werden und mittles elektronischer Jockes, durch die Gluthitze gejagt werden.


Ein Mangrovensumpf zeigt uns, was uns in der Nacht erwarten wird. Stechmücken und tropische Temperaturen. Die Luftfeuchtigkeit lässt den Regenwald am Amazonas alt aussehen.

Der Hauptort Umm Al Quwain, zeigt sich äußerst verschlafen. Gastarbeiter besiedeln die Altstadt, welche sich vom Bauboom der übrigen Emirate wenig hat beeindrucken lassen. Vor allem Fischfang und -verarbeitung bringen dem, an Öl armen, Emirat Einnahmen. Dementsprechend weniger begütert und etwas vergessen, wirkt die Promenade und die dazugehörige Altstadtkulisse.


Natürlich gibt es wie in jedem Städtchen auch hier, ein Fort mit angegliedertem Museum. Vor zwei Generationen hat hier noch die Familie des Scheichs gelebt. Heute stauben die Ausstellungsstücke zur Geschichte des Emirates vor sich hin.


Das Emirat Ajman passieren wir nur im Vorbeifahren. Jetzt soll es nach Dubai in die Glitzerwelt, mit all seinen Verheissungen und Verlockungen, gehen. Also immer entlang der Westküste, Richtung der letzten und größten zwei Emirate: Dubai und Abu Dhabi. Vor allem jedoch geht es in Richtung der Grenze zu Saudi Arabien.

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Glitzerwelt Dubai

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