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Vom Pamir ins Alaj Gebirge

Von Tadschikistan aus kommend, würde der Pamir Highway, bei geöffneten Grenzen, über den Kyzylart Pass nach vielen Schlaglöchern Kirgistan erreichen.


Eine endlos erscheinende Strecke durchs Niemandsland endet im Verkehrsknotenpunkt Sary Tash. Dieser könnte einem Westernstreifen entsprungen sein. Der höchstgelegene Ort Kirgistans lädt nicht unbedingt zum verweilen ein.


Einen Abstecher zum berühmten Peak Lenin wollen wir uns trotzdem gönnen. Der Siebentausender ist Teil der Pamirkette und liegt auf der tadschikisch- kirgisischen Grenze. Während einer Kaffee Pause kann man hier auch wunderbar die Zwillingsreifen von festgefahrenen Steinbrocken befreien.


Nachdem wir den Taldyk Pass mit seinen dreitausendfünfhundert Metern überwunden haben, geht es hinein in die bunte Bergwelt des Alaj.


Die Strecke bietet hinter jeder Kurve ein neues Bild, dementsprechend kommen wir nur mühsam voran und lassen gehäuft die Bremsen quietschen.


Der Chon Köl oberhalb von Kolduk bietet uns eine willkommene Pause. Die Luft ist klar, der See erfrischend und die Landschaft lädt zur Bewegung ein.


Der See eignet sich auch um das Schiff, welches seit Längerem auf dem Trockendock lag, endlich zu Wasser zu lassen.


Entlang des Flusses geht es hinein in die Bergwelt mit ihren Sommeralmen.


Die Feldwirtschaft wird hier, wie im Rest des Landes, überwiegend per Hand erledigt. Jeder Grashalm ist mühsam erwirtschaftet. Dabei scheint jedoch nicht jeder Hirte so ganz bei der Sache zu sein.


Herzlich werden wir eingeladen in der Jurte Gast zu sein. Auf den Almen freut man sich über Gäste und besteht auf eine Kostprobe des frischen Kefirs.


Am Kichi Köl geht es mit dem örtlichen Schwimmvereien SV Kolduk eine Runde ins Wasser.


Weiter geht es entlang des Pamir Highway der sich in diesem Teil am Verlauf des Flusses Gulch orientiert.


Ein kleiner Exkurs zum Thema "lokale Begräbniskultur" wird uns auch am Wegesrand geboten. In Gulcha bekamen die Verstorbenen einen Platz an der Flussaue zugewiesen.


Der Chyiyrchyk Pass mit etwas über zweitausend Metern ist die letzte Erhebung bevor es in die Tiefebene des Ferghana Tals und die Provinzhauptstadt Osh geht.


In Osh endet der Pamir Highway offiziel, ab jetzt haben die Straßen nur noch Nummern und kaum noch Mythos, sind jedoch bestimmt genauso spektakulär.

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1 Kommentar


Gast
28. Aug. 2023

Klingt wundervoll ❤️Liebe Grüsse aus dem roten Outback

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