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Samarkand

Ein Traum wird wahr. Was heute als das Kernland der historischen Seidenstraße definiert wird, haben wir endlich erreicht. Wir befinden uns in Timurs einstiger Hauptstadt im sagenumwogenen Samarkand. Welche Assoziationen tritt der Name dieser Stadt los? Wie kaum eine andere, schafft sie es nach all der Zeit Traumbilder zu wecken und Sehnsüchte zu beschwören.


Dementsprechend beginnen wir unseren Besuch direkt an der Stelle, an der Timur immer noch am präsentesten ist, an seinem Mausoleum, dem Gur e Emir.


Rund um den Registan lässt sich wohl gut Geld verdienen, dementsprechend haben sich unzählige Souvenirhändler*innen eingefunden. Diese besitzen offensichtlich, neben dem immer gleichen Angebot, auch alle eine Handyflatrate.


Im Meer aus Fließen, Kacheln und den blauen Glasuren tut eine Pause, um inne zu halten, gut.


Auch ein Märchen aus tausend- und- eine- Nacht will gepflegt werden und so wird in der ganzen Stadt geputzt, gefegt und erhalten.


Über einen breiten, schattenspendenden Boulevard ist der Registan mit der Bibi Chanum Moschee verbunden. Diese, zu Timurs Zeiten enstandene Bauwerk, war einst die größte Moschee und wurde vom Herrscher nach dessen Indien- Feldzug geplant und verwirklicht.


Die wichtigste Nekropole der Stadt ist das Schah e Sende Ensemble. Hier ruht wer einst Rang und Namen hatte. Von den Frauen Timurs über die geistigen Führer seiner Zeit. Dementsprechend ist es nicht nur Touristenziel, sondern auch Pilgerstätte der Einheimischen.


Hort der Wissenschaft, des wenig verfänglichen Nationalhelden, ist das Observatorium des Ulug Beg. Hier hat man bereits vor fünfhundert Jahren ein heliozentrisches Weltbild berechnet, Fixsterne beschrieben und das Jahr auf wenige Sekunden genau zu bestimmen gewusst.


Dass die Stadt einmal kurzzeitig Hauptstadt der Sovietisch sozialistischen Republik Usbekistans war, davon zeugt noch das ein oder andere architektonische Schmuckstück in der Neustadt. Hier lassen sich die üblichen Vertreter von Brutalismus bis Zuckerbäckerstil finden.


Letztlich bleibt uns, dank der Temperaturen, jedoch nichts anderes mehr übrig, als die Flucht in gebirgigere Gefilde anzutreten, also auf nach Tadschikistan.

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Im Ferghana Tal

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