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Bahrain heute

Gerade mal das Stadtgebiet von Hamburg nimmt das Königreich im arabischen Golf ein.

Al Bahrain, dies bedeutet zwischen den Meeren, ist ein Inselstaat im Persischen Golf, mittlerweile über eine Brücke mit dem arabischen Festland verbunden.

Bis vor zehn Jahren galt Bahrain als Emirat. Mittlerweile hat sich der ehemalige Emir selbst zum König gekrönt. Offensichtlich empfanden er und seine vier Frauen, dies als standesgemäßer für die eigene Blutslinie. Uns, als große Freunde monarchischer Strukturen, freut dies natürlich. So können die zwölf Nachkommen des Herrschers, auch standesgemäßes Material für die Regenbogenpresse liefern.


Die Metropole Manama existierte bereits, als man in anderern Teilen des Golfes noch in kleineren Dimensionen dachte. Heutzutage zeigt sich die typische Glitzerkulisse und wirkt pickfein rausgeputzt und mit Petrodollars veredelt.


In den Stadtvierteln Seef, Hoora und Juffair vergnügen sich Matrosen*innen, die es sich leisten können. Der islamische Sittenkodex scheint hier ausgeschaltet zu sein. Die Polizei macht einen größeren Bogen um die Viertel und so bekommt man hier alles, was laut dem Propheten verboten sein sollte und als unrein gilt. Darüber freuen sich auch die sonst so zurückhaltend wirkenden Nachbarn aus Saudi Arabien und kommen gerne zu Wochenendbesuch auf die Insel.


Wer es ruhiger möchte fährt sein Auto aus oder macht einfach mal Picknick am Strand.


Längst spielt die, früher so wichtige, Perlenfischei keine Rolle mehr. Nach Erfindung der Zuchtperle, ging der wichtigste Wirtschaftszweig rapide dem Ende zu. Die historischen Dhows dümpeln im Hafen vor sich hin und ergrauen vom Wüstenstaub.

Der Reichtum der Neuzeit begann am Oil well No°1 zu sprudeln. Hier wurde vor knapp neunzig Jahren das erste Mal auf der arabischen Halbinsel nach Öl gebohrt. Ein kleines Museum wurde eingerichtet, in dem der Besucher erfährt, was für Vorzüge so eine eigene Ölquelle besitzt. Nach wie vor stellt diese Industrie den wichtigsten Einkommenszweig des Landes dar.


Im Schatten des Jebel Dukhan, dem höchsten Punkt des Einlandes, mit hundertfünfunddreisig Metern über den Gewässern des Persischen Golfes, blickt wohl kaum einer durch, von woher das schwarze Gold kommt oder wohin es gehen soll.


Was soll man mit soviel Öl und Gas nur anfangen? Am besten direkt in ein Auto pumpen und verfeuern. Das geht natürlich auf einer Formel1 Rennstrecke hervorragend.


Jahrhunderte lang spielte das Kamel auf der arabischen Halbinsel eine wichtige Rolle, um hier das Überleben überhaupt erst zu ermöglichen. Heutzutage wird es gerne für Rennen genutzt oder zu Showzwecken ausgestellt. In der Königlichen Kamel Farm kann man den Tieren näher kommen.


Das sittenarme Bahrain erfreute unser, von den Restriktionen Saudi Arabiens, geplagtes Gemüt sehr.

Endlich konnten wir mal wieder total betrunken nackt am Strand rumpöbeln und unseren germanisch, barbarischen Wurzeln fröhnen. Dies war natürlich standesgemäß, am besten beim Endspiel der im Westen unbeliebten Fußball WM möglich. An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an Lionel M. der nun endlich seine Karriere beenden kann.


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